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Ludwigsburger Kreiszeitung | 25.07. 2009

KREIS LUDWIGSBURG
Ein Rad als Lernhilfe

Ludwigsburg – Als Gewinner und ausgewählter Ort im Land der Ideen 2009 präsentierte sich gestern die Snike Sport GmbH des Architekten Engelbert Rolli in der Königsallee. Unter 2000 Bewerbungen hatte das Snaix Neurobike sich durchgesetzt.

Ganz nach dem Prinzip einer erfolgreichen Marke, nach dem das Lob anderer am meisten wirkt, hatte Rolli namhafte Wissenschaftler zu seiner Feier als einzige ausgewählte Initiative in Ludwigsburg eingeladen.

Die hielten dann auch mit ihrer Begeisterung für das Knickrad nicht hinterm Berg. „Fit im Kopf, besser im Sport, schmerzfrei im Rücken hat als Slogan für das Snaix seine Berechtigung“, fasste Wolfgang Schöllhorn die Ergebnisse einer Studie seines Kollegen Erich Müller der Universität Salzburg zusammen. Dort hatten chronisch Rückenschmerz-Geplagte sechs Wochen lang auf dem Rad mit dem Gelenk in der Rahmenmitte trainiert. Ergebnis: Streck- und Beugemuskeln gestärkt, Schmerzempfindung deutlich reduziert, allgemeine Befindlichkeit erhöht.

Schöllhorn selbst testet an der Gutenberg-Universität Mainz die Vorzüge des „differentiellen Lernens“. Dabei wiederholt man nicht stupide ein und denselben Vorgang, bis man etwas kann, sondern variiert bei jeder Übung. Beispielsweise ließ er Schüler 240 Arten des Kugelstoßes ausführen. Danach warfen sie deutlich weiter, als diejenigen, die immer dieselbe Technik wiederholen. Das ständige Anpassen, das sogenannte Rauschen, ist für Schöllhorn der Weg zum (Lern-)Erfolg.

Noch weiter ging Christian Larsen, Kinderarzt und Bestseller-Autor aus Zürich. Er bezeichnete das Snaix Neurobike als „Quantensprung in der menschlichen Fortbewegung“. Larsen widmet sich in seinen Forschungen der Spirale als Grundbaustein des Universums und damit auch der menschlichen Anatomie. Beim Gehen entstehe durch die Rechts-Links-Drehung der Wirbelsäule eine Achterbewegung. „Auf dem Snaix bewegt sich das Becken in dieser evolutionsgeschichtlich entscheidenden Achterbewegung und dockt an vier Millionen Jahre Bewegungsintelligenz an.“

Den Visionär selbst beschäftigen dagegen ganz praktische Probleme. Trotz aller Erfolge kämpft Engelbert Rolli auch nach mehr als zehn Jahren noch mit dem Vertrieb der Erfindung seines Freundes Friedrich Grimm. Und trotz aller Freude richtete er deshalb auch deutliche Worte an die versammelten Freunde und Förderer – und an Martin Heininger, Direktor der Deutschen Bank Ludwigsburg, der als Sponsor des Wettbewerbs Urkunde und Pokal übergab: „Nichtsdestotrotz brauche ich massive Hilfe. Und wenn drei Rechnungen auf einmal kommen, habe ich ein Problem.“ Ohne einen generösen Teilhaber gäbe es seine Firma schon gar nicht mehr.
Allein die Kosten für Patentanmeldungen haben ihn bislang 360 000 Euro gekostet. Dafür hat der sich das Snaix-Prinzip inzwischen auch für ein Lagerungskonzept in Intensivstationen schützen lassen.
Daniel Völpel

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