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| 18.01.2006 |
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Anne Taszus - Dressurreiterin |
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Anne Taszus reitet seit 10 Jahren in jeder freien Minute und hat in der Dressur noch Einiges vor.
Mit Ihr haben wir im Winter 2005 die ersten Messungen zur Erforschung des Einflusses von SNAIX Training auf die Sitzhaltung von Reitern durchgeführt.
Lesen Sie dazu Ihren ausführlichen Erfahrungsbericht.
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SNAIX-Erfahrungsbericht von Anne Taszus
18.01.06
Hallo, ich bin Anne Taszus, 23-jährige Diplom Trophologin aus Jena und verbringe seit über 10 Jahren täglich meine freien Minuten im Sattel. Begonnen habe ich mit einem Pony und Wald-und-Wiesen-Reiten. Dann bin ich vorwiegend Springen geritten bis zur Klasse L, bin dann auf die Vielseitigkeit umgeschwenkt und letztendlich beim Dressurreiten gelandet. Bis-her kann ich Erfolge bis zur Klasse M/A vorweisen und strebe in der Perspektive noch einiges mehr an. Auch, wenn ich meinen Routinier nicht mehr im Stall und dafür zwei junge Pferde unter dem Sattel habe.
Zum SNAIX kam ich wie die Jungfrau zu dem Kinde. Auch wenn ich schon einige Berichte über das SNAIX und seine positive Wirkung auf den Sitz des Reiters in der Cavallo gelesen hatte, kannte ich das SNAIX nur von Fotos. Eines Tages wurde ich ohne mein Wissen von der Stallbesitzerin der Reitanlage auf der meine Turnierpferde unterstehen, für eine Studie auf einem „Wunderfahrrad“ angemeldet. Da ich schlecht im Nein sagen bin - und zudem schrecklich neugierig - sagte ich beim ersten Gespräch mit der Untersuchungsleiterin zu, an der Studie, wie sich das Fahren mit dem SNAIX auf den Reitersitz auswirkt, teilzunehmen. Mit Spannung erwartete ich den ersten Tag auf dem SNAIX, doch bevor ich das erste Mal auf das SNAIX steigen durfte, wurden allerhand Messungen zu meiner Wirbelsäulenbeweglich-keit durchgeführt bis es endlich soweit war.
Endlich stand es vor mir: das SNAIX. Als ich den Lenker in der Hand hielt und losradeln wollte, ergoss sich erst einmal ein Schwall von Erläuterung auf mich, wie ich am Besten mei-ne ersten Meter auf dem SNAIX bewältigen könnte. Doch alle Erläuterungen halfen nicht. Ich fand einen ganz anderen Weg mit dem SNAIX zu fahren. Nachdem ich Sattel und Lenker so eingestellt hatte, dass ich mich wie auf einem Kinderlaufrad auf das SNAIX setzen konnte und mich ebenso wie ein Kind auf einem Laufrad fortbewegen konnte, fuhr bzw. rollte ich meine ersten Meter. Immer wenn ich drohte, das Gleichgewicht zu verlieren setzte ich schnell die Füße auf und lief auf dem SNAIX sitzend vorwärts. Nach wenigen Augenblicken konnte ich Sekundenweise in den Pedale treten und richtig fahren. Nach ca. 10 Minuten hatte ich „es“ gezähmt. Im Schneckentempo fuhr ich meine ersten Kurven und fühlte mich langsam siche-rer. Nach circa 20 Minuten musste ich allerdings aufhören und mich auf den nächsten Tag für eine neue Ausfahrt vertrösten.
Ich freute mich seit dem Absteigen vom SNAIX bis zum nächsten Aufsteigen auf die zweite Fahrt. Am Vortage hatte ich schon Pläne geschmiedet, wo ich überall mit dem SNAIX lang fahren wollte und startete nach ein paar Runden auf dem Hof auf meine Ausfahrt. Meter für Meter wurde ich sicherer und genoss meine Fahrt. Nach über einer Stunde kehrte ich mit dem SNAIX zum Stall zurück und kam mir nach dem Absteigen vor, als wäre ich „zurecht“ gebo-gen worden. Meine Schultern fühlten sich locker an und meine ganze linke Körperhälfte kam mir wie gedehnt vor. Es war als wäre ich mindestens fünf Zentimeter gewachsen.
Doch das Beste kam erst noch, als ich wieder auf meinen normalen Drahtesel stieg, um die Heimfahrt vom Stall anzutreten. Ich konnte kaum Fahrrad fahren und meine Hüfte, die das SNAIX lenkt, ließ das ganze Fahrrad wackeln… ich brauchte erst ca. 100 Meter bis ich wie-der halbwegs normal Fahrrad fahren konnte. Auch die folgenden Tage merkte ich, wie mir das Kurven fahren mit dem normalen Fahrrad nach meiner SNAIX-Ausfahrt schwer fiel, da ich immer mit der Hüfte die Kurven fahren wollte und nicht durch das „vorher“ normale Len-ken mit den Händen.
Und auch die erwartete Verbesserung des Sitzes beim Reiten stellte sich ein, dass zeigten nicht nur die folgenden Messungen! Zudem habe ich ein völlig neues Gefühl gewonnen für meinen Allerwertesten. Im Vergleich zum Reiten vor dem SNAIX-Training habe ich jetzt ein besseres Körpergefühl und kann wirklich meine Gesäßknochen auf Kommando einseitig mit der erwünschten Wirkung belasten. Außerdem habe ich beim Reiten ein Problem unter dem jeder Reiter mehr oder weniger stark leidet: ich knicke in der Hüfte ein. Bei mir ist es die rechte Hüfte und dadurch belastete ich immer ungewollt und unbewusst vermehrt die linke Seite.
Durch das SNAIX-Training ist dieser Fehler wesentlich verbessert worden, auch wenn er noch nicht 100% behoben ist (schließlich reite ich seit 10 Jahren „schief“). Vielleicht ist es dennoch möglich, wir werden sehen, denn ich „SNAIXe“ begeistert weiter, weil es mir immer noch unheimlich viel Freude macht. Mit dem normalen Drahtesel gebe ich mich hingegen nur noch ungern ab.
Anne Taszus
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